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 22. Dezember 2009 23:31 von fbi
Wenn man WSPBuilder in Visual Studio nutzen möchte, aber ein deutsches (oder anders lokalisiertes) Betriebssystem drunter hat, wird das Add-in nicht gefunden.
Dann sucht man vergeblich nach diesem Kontextmenü :
Da hilft es Visual Studio den richtigen Pfad zum Add-in zu flüstern:
In Visual Studio > Tool > Option > Environment > Add-ins/Macro Security
und dort den Pfad zum Add-in eintragen. Für ein deutsches System bspws.
C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Microsoft\MSEnvShared\Addins
Visual Studio neu starten und schon ist das Kontextmenü da.
Den entscheidenden Hinweis habe ich hier gefunden:
http://sevcik.tk/2009/01/29/how-to-fix-unavailable-wspbuilder-menu-in-vs-2008.html/comment-page-1#comment-199
 23. Oktober 2009 15:31 von fbi
Das nächste UserGroup Meeting wird am 24.11.2009 ab 18.00 in der Geschäftsstelle von Computacenter stattfinden.
Anmelden kann man sich in unserer Xing UserGroup:
https://www.xing.com/net/mossusergrouphh/
Unser Thema diesmal: SharePoint 2010 First Look Wir wollen einen Überblick über die Neuerung von SharePoint 2010 geben, inkl. einer Live-Demo und viel Zeit zum fachsimpeln und diskutieren.
Schwerpunkte: - Administration - neue Dienste (Visio, Access) - Document Management - Web Publishing - FAST Search - Einfachere Entwicklung mit Visual Studio 2010 und SharePoint Templates
Wer nach dem UserGroup Meeting noch Lust auf ein gemeinsames Bierchen hat, gibt bitte Feedback auf diesen Artikel, damit wir wissen, wieviele dabei sein möchten. Wir reservieren dann entsprechend einen Tisch. Und wer gute Ideen für eine Location hat, immer her damit. Wer trotz Zusage leider doch verhindert ist, gibt bitte rechtzeitig Bescheid, damit wir auch die Ressourcen für das UserGroup. Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen Thomas Ballmeier Frank Binöder
 19. Oktober 2009 23:16 von fbi
Eigentlich wollte ich ja Project Server 2010 installieren. Da aber für diesen eine Installation von SharePoint Server 2010 Voraussetzung ist, machen wir nun diese zuerst.
Eine Farminstallation heb ich mir für später auf. Eine 64Bit VM wird mein Notebook eh schon überfordern.
Die Gegebenheiten sind folgende:
Windows Server 2008 R2 Standard 64Bit, deutsch
- Webserver IIS7
- .NET Framework 3.5.1
- Active Directory, also Domain Controller
SQL Server 2008 Standard, 64BIT, englisch
- SP1
- KEINE Analysis und Reporting Services
- Project Server 2010 ist auch schon installiert.
Also, Klick auf Setup.exe:
Wieder installieren wir zuerst die Prerequisites.
In meinem Fall ging das schnell, da Project Server 2010 auf der Maschine schon entsprechende Vorarbeit geleistet hat.
Nun die Installation von SharePoint Server 2010:
Natürlich “Advanced” und “Complete”
Hm, bei dem Fenstertitel könnte man fast meinen, es hätte schon 13 Versionen vorher gegeben
Wer jetzt Project Server 2010 installieren möchte, entfernt das Häkchen beim Startdialog des Konfigurationsassistenten. Den lassen wir später laufen.
Weiter zur Project Server 2010 Installation.
Dann, wie gewohnt der Konfigurationsassistent.
Zu MOSS 2007 gibt es hier keine nennenswerten Unterschiede.
Bei der Sicherheit gibt es ein neues Feature: Das “Farmpasswort”.

Und es sind nun 11 Konfigurationssschritte statt 9. Das dauert ca. 15-20 Minuten (auf meiner VM).
Wäjhrend der Installation macht sich SharePoint 2010 schon mal als Speicherfresser bekannt:
Der Konfigurationassistent alleine (psconfig) benötigt schon über 200 MB, der SQL Server begnügt sich noch mit ca. 160 MB (er ist begrenzt auf 300 MB).
Die Zeiten als eine MOSS 2007 VM mit SQL 2005 noch einigermaßen mit 1024 MB auskam, sind vorbei.
Nach Abschluss der Konfigurationsassistenten öffnet sich wie gewohnt die Zentraladministration, nur diesmal in der Vorabversion mit einem Fehler:
Ein Reload hilft aber:
Ganz neu: ein weitere Konfigurationsassistent erscheint.
Es kommt ein neuer Prozess hinzu, der Speicher haben möchte. owstimer.exe. Auf einem “blanken” SharePoint Server 2010, möchte dieser auch ca. 240 MB.
Aus Performancegründen ändere ich die Autogrowth. 1MB ist da viel zu wenig für die SharePoint Datenbanken.
Für die SharePoint Konfigurationsdatenbank: 100MB und 10% für die Logs, die gleichen Einstellungen für die SharePoint AdminContent. Somit ist der SQL Server nicht dauernd mit vergrößern beschäftigt.
Wer jetzt Project Server 2010 installieren möchte, wechselt zu diesem Blogeintrag. (Ja, das geht auch jetzt immer noch)
Mit normalem SharePoint geht’s hier weiter.
 19. Oktober 2009 23:10 von fbi
Nun möchte ich die Installation einer einfachen Demoumgebung für Microsoft Project Server 2010 beschreiben.
Auf der VM sind dabei folgende Komponenten installiert:
- Windows Server 2008 R2 Standard 64Bit, deutsch
- Webserver IIS7
- .NET Framework 3.5.1
- Active Directory, also Domain Controller
- SQL Server 2008 Standard, 64BIT, englisch
- SP1
- KEINE Analysis und Reporting Services
Aber Obacht! Project Server 2010 läuft nicht mehr ohne SharePoint Server 2010.
Zu Installation von SharePoint Server 2010 siehe hier.
Ist der SharePoint Server 2010 installiert (den Konfigurationsassistenten nicht durchlaufen lassen), dann geht es hier weiter mit dem Start der Installation von Project Server 2010.
Zuerst klick auf “Install software requirements”. Praktischerweise will der Assistent den Windows Server nach seinen Wünschen konfigurieren.
Eine Internetverbindung ist übrigens empfehlenswert, es werden einige Frameworks heruntergeladen.
Wenn die Installation abgeschlossen ist, können wir nun (endlich) den Konfigurationsassistenten laufen lassen.
Hier folgt nun das Übliche.
Ist der Assistent abgeschlossen, muss eine Project Web Access (PWA) Site erstellt werden.
Danach präsentiert sich die Zentraladministration:
Zunächst klicken wir aus System Settings und dort auf Manage services on server
Als erstes starten wir den Project Application Service.
Wieder zurück mit “Home” auf die Startseite.
Zu Manage Web Applications wechseln, um eine neue Webanwendung für PWA zu erstellen:
Oben links öffnen wir mit Klick auf Web Applications die Ribbon Bar und genießen den Beta-Look, die Icons werden also 32x32px groß sein
Mit New legen wir eine neue Webanwendung an. Der folgende Dialog unterscheidet sich für diesen Zweck nicht groß von MOSS 2007, deswegen lass ich ihn hier weg.
Zusätzlich legen wir noch eine Webanwendung für die Service Applications an. Gleiche Prozedur:
Die bekommen einen eigenen Application Pool.
Bei den Datenbankeinstellungen, mein Tipp (as always), die Datenbank richtig benennen:
Nach Anlegen der beiden Webanwendungen: iisreset.
Anschließend wird eine Service Application erstellt.
Zurück zu Application Management > Manage Service Applications
Dort wieder oben links unter Service Applications die Ribbon Bar öffnen. Im DropDown des New Buttons finden sich schon viele neue interessante Dinge, unter anderem auch unsere Project Service Application:
Anschließend auf die Project Service Application in der Liste klickn und die PWA Site erstellen:
Der Dialog ist auch aus MOSS 2007 bekannt und wird hier weggelassen:
Danach wieder ein wenig warten:
Und fertig:
Ressourcenauslastung mit SharePoint Server 2010 und Project Server 2010, ohne weitere Dienste und Konfigurationen auf der VM:

 19. Oktober 2009 23:06 von fbi
In Bezug auf meinen vorigen Artikel über die 64Bit DemoVM soll hier die Installation des Microsoft SQL Server 2008 beschrieben werden. Der sollte zwecks Zeitersparnis auf dem VM Template nicht fehlen.
Wie schon beschrieben ist die Demo VM ein DomainController mit DNS und WebServer IIS 7. Nun also den SQL 2008 drauf. Für die Demo VM reicht die Standardversion allemal.
Das Setup begrüßt einen erstmal mit Kompatibilitätsproblemen, die aber später mit der Installation von SP1 behoben werden können.
Im SQL Server Installation Center starten wir eine neue SQL Server Installation. (Und ja, hier wird auf einem deutschen Windows Server 2008 ein englischer SQL Server installiert.)
Nachdem wir erneut den Hinweis auf die Konfigurationsprobleme weggeklickt haben, den Key eingegeben haben und die License Terms sorgfältig durchgelesen und bestätigt haben, werden die Support Files installiert.
Anschließend gibt es durchaus richtige Warnhinweise. Aber wir bauen ja nur eine Demo VM.
Für das Template installiere ich erst einmal nur die Basisfeatures. Alles weitere ist dann schnell nachinstalliert.
Der Einfachheit halber lasse ich bei der Instanz alles bei Default:
Bei den Service Accounts alles so lassen. Oder nach Wunsch eine Administrator angeben.
Beim Authentication Mode “Mixed Mode” auswählen. Im Template wollen wir für alles gewappnet sein. Project Server beispielsweise verlangt nach Mixed Mode.
Und schön das Passwort aufschreiben
Dann endlich: (das ganze hat hier schon 30 Minuten auf der Uhr).
Und dann, nach 47 Minuten:
Jetzt noch das SP1, wegen der Kompatibilität. Hier ist nicht viel zu sagen …. nur die Zeit: weitere 15 Minuten. Eine gute Stunde sollte also eingeplant werden.
Zum Abschluss noch einige SQL Server Einstellungen, damit die VM mit ihrem begrenzten Speicher auskommt:
Maximum Server Memory: 300MB – muss man ausprobieren. Änderung erfordert Neustart der SQL Engine.
 19. Oktober 2009 23:02 von fbi
Mit der 2010er Reihe von SharePoint und Co. brechen andere Zeiten an. Das merkt man vor allem dann, wenn man auf seinem Notebook eine entsprechende VM aufsetzen möchte. Einfach mal Microsoft Virtual PC anwerfen? Nix da. Alles nur noch in 64Bit Versionen verfügbar. Da fallen Virtual PC und Virtual Server also aus? Und Hyper-V? Nicht auf einem Vista System. Nun, also auf zu VM Workstation. Kostet zwar, unterstützt aber auch Intel-VT.
Das wird eine lustige Kombination werden: 64Bit Hardware, 32Bit Vista und 64Bit VM. Aber ich denke ja immer positiv und bin ein geduldiger Mensch….
Zur Seite steht mir eine externe SATA Platte, nur schade, dass mir am Notebook der eSATA Anschluss fehlt. Aus meiner bisherigen Erfahrung werden die kleinen smarten 2.5 Zoll USB Disks zu langsam. Mein Tipp: ein externes SATA Gehäuse kaufen (30-40€) und eine schnelle 3.5 Zoll Platte. Das ist weitaus günstiger, als fertige USB Platten.
Da ich jetzt schon weiß, dass dies nicht meine letzte VM werden wird, baue ich mir ein Template:
- Windows Server 2008 R2 Standard - SQL Server 2008 Standard
Eingerichtet wird das System als:
- Domain Controller mit DNS, DHCP, Active Directory, IIS7
Damit ist es für alle Szenarios gewappnet: WSS einzeln, mit SharePoint Server, SharePoint Server mit Project Server, Project Server einzeln … und und und.
Mit der EasyInstall Funktion von VMWare lässt sich das Betriebssystem schon mal recht schnell einrichten. Schnell heißt: hier sollte man 45 Minuten schon mal einplanen. Diverse Neustarts verzögern den Weg zum Spaß.
Als erstes sollte man eine Verbindung zum Internet herstellen und Windows aktivieren. Da spart man sich viel Ärger für später. Wenn man sich zur Company tunnelt, so wie ich, sollte man sich ein kleines Script für Aktivierung/Deaktivierung der VMWare LAN Connections und des VMWare DHCP Server schreiben. Der VMWare DHCP Server ist immer schneller als andere. Wenn der läuft, kommt man nie ins eigene Firmennetz. Never.
Script zum Aktivieren:
netsh interface set interface "Local Area Connection 3" enabled netsh interface set interface "Local Area Connection 4" enabled net start "VMware Authorization Service" net start "VMware DHCP Service"
Script zum Deaktivieren:
netsh interface set interface "Local Area Connection 3" disabled netsh interface set interface "Local Area Connection 4" disabled net stop "VMware Authorization Service" net stop "VMware DHCP Service"
Den Namen des Interfaces einfach ersetzen, wenn notwendig.
Dann erst einmal die “Verstärkte Sicherheistkonfiguration” vom IE 8 ausschalten. Wir sind hier auf einem Demo System!
Dazu unter Start > Verwaltung den Server Manager aufrufen.
Unten rechts findet sich der entsprechende Link. Alles aus! In einer Produktivumgebung machen wir das natürlich nicht!
Dann Windows aktivieren. Geht auch in dem Server Manager, diesmal rechts oben
Nun den Computernamen nach Wunsch ändern.
Dann fügen wir die gewünschten Rollen hinzu. Dies geht entweder über den Server Manager oder über die “Aufgaben der Erstkonfiguration” die Anfangs noch bei jedem Neustarten erscheinen.
Es begrüßt uns natürlich ein Assistent. Wir schenken uns die Vorbemerkungen (nicht umsonst gibt es da eine Checkbox:
Als erstes die Active Directory Domänendienste. Da wird auch gleich .NET 3.5.1 Framework mit installiert.
Da heißt es wieder Wartebalken gucken und dann bekommen wir den Hinweis dcpromo.exe zu starten:
Klick ins Blaue. Und wieder ein Assistent.
Wir erstellen eine neue Domäne, logisch:
und geben der Domäne einen vielsagenden Namen:
Und wieder warten …. da wird jetzt einiges “überprüft”. Time for a coffee.
An dieser Stelle mein Tipp zu den Sicherheitsrichtlinien.
So, nun die weiteren Rollen: WebServer IIS.
Hier aktivieren wir noch ASP.NET zusätzlich.
Nun noch der SQL Server 2008 Standard. Das dauert ca. weitere 60 Minuten. Insgesamt sollte man für die ganze Geschichte gut 2 Stunden einplanen.
 21. September 2009 15:40 von ThomasB
Nach der Einleitung im ersten Teil nun ans Eingemachte. Wissensmanagement und SharePoint scheinen also irgendwie miteinander verwoben zu sein. Was hilft uns das?
Nähern wir uns dem Wissensmanagement einmal über die Definition aus Wikipedia: "Wissensmanagement ist die methodische Einflussnahme auf die Wissensbasis eines Unternehmens (organisationales Wissensmanagement) bzw. der eigenen Person (Persönliches Wissensmanagement). Unter der Wissensbasis werden alle Daten und Informationen, alles Wissen und alle Fähigkeiten verstanden, die diese Organisation bzw. Person zur Lösung ihrer vielfältigen Aufgaben hat oder haben sollte." Und weiter heißt es: "Einen Beitrag dazu können Informationssysteme leisten, indem sie die Mitarbeiter kommunikativ vernetzen und Informationen bereitstellen und bewahren."
Unter den 10 wichtigsten Vorteilen von SharePoint listet Microsoft unter anderem "Sie vereinfachen den unternehmensweiten Zugriff auf strukturierte und unstrukturierte Informationen über ungleichartige Systeme hinweg" und "Sie verbinden Personen mit Informationen und Fachwissen" auf. In den Definitionen steckt also bereits, dass SharePoint "einen Beitrag zum Wissensmanagement leisten kann". Allerdings sollte jedem auch klar sein, dass Wissensmanagement in seiner Gesamtheit ein weit größeres Gebiet abdeckt, als nur das, was SharePoint unterstützen kann. Zum Beispiel hilft uns SharePoint bei der Gestaltung einer Strategie zur Weiterentwicklung der Mitarbeiter (leider) nur technisch (Dokument zentral ablegen, usw.) aber eben nicht inhaltlich
Warum ich das ganze erzähle? Nun, viele Projekte im SharePoint-Umfeld kranken an der "it-lastigen" Einführung. SharePoint wir behandelt wie ein IT-Projekt. Stellen wir uns doch einmal vor, wir würden ein "Wissensmanagement"-Projekt haben und SharePoint ist nur unsere technologische Plattform. Würde das Projektteam noch genauso aussehen? Wären die Schwerpunkte und Fragestellungen die gleichen? Wie sieht überhaupt ein Wissensmanagement-Projekt aus?
Prof. Dr. North beschreibt zum Wissensmanagement für KMUs ein "12-Punkte Programm: Wissensorientierte Unternehmensführung – So sollten Sie vorgehen". Bevor wir uns das genauer anschauen bitte nochmal genau auf den Titel achten: "Wissensorientierte Unternehmensführung". Wir sind also von der IT über das Wissensmanagement jetzt bei der Führungsebene angekommen.
Vier dieser zwölf Punkte lassen sich meiner Ansicht nach etwas allgemeiner interpretieren und als Teil eines Projektvorgehens betrachten. Die anderen acht beinhalten konkretere Fragen des Wissensmanagements, bei denen SharePoint ein Teil der Lösung sein kann. Zu den letzteren komme ich im nächsten Beitrag.
1. Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für das Thema Wissensmanagement und führen Sie eine Problemdiagnose durch: Wo ist unser Wissensbedarf nicht gedeckt? An welchen Stellen könnten wir den Wissensfluss verbessern?
Mir fällt dazu ein Zitat aus der Moderation ein: "Betroffene zu Beteiligten machen". Natürlich ist es absolut sinnvoll und wichtig das zu tun. Wir bauen unseren SharePoint ja nicht für uns, sondern für die Anwender. Und das die Akzeptanz einer Lösung steigt, wenn man selbst daran beteiligt ist (oder zumindest die Chance hatte sich zu beteiligen), ist mittlerweile auch hinlänglich bekannt. Frage: Sind die Endanwender in unseren Projekten immer so eingebunden und berücksichtigt?
Ein weiterer Aspekt ist, sich des Projektziels explizit bewusst zu werden. Also kein Einstieg nach dem Motto "die Anderen haben SharePoint, wir nehmen das jetzt auch", sondern genau darüber nachzudenken, bei was mir die SharePoint Lösung helfen soll. Wo stehen wir jetzt und was erwarte ich mir im Endeffekt?
2. Leiten Sie aus der Unternehmensstrategie auch Wissensstrategien ab. Welche Kompetenzen wollen Sie in den nächsten Jahren aufbauen?
Diesen Punkt muss ich etwas weiter verbiegen, um ihn in Bezug zu SharePoint zu setzen. Beim Wissensmanagement soll also ein Bezug zwischen Unternehmensstrategie und Wissensstrategie hergestellt werden. Muss ich meine SharePoint Strategie auch von der Unternehmensstrategie ableiten? In gewisser Weise schon. Zum Beispiel bei der Frage der Berechtigungen: Wie offen arbeiten wir innerhalb des Unternehmens oder gar mit externen zusammen? Darf jeder alles sehen oder nur Teile?
Ich gebe ja zu, dass ich hier vielleicht einen gewagten Zusammenhang herstelle, aber ich finde Aspekt wichtig, SharePoint nicht einfach als Tool in einen Werkzeugkoffer zu werfen, sondern bewusst in eine ganzheitliche Strategie einzubetten.
3. Schaffen Sie Rahmenbedingungen, die Generierung und Austausch von Wissen fördern, beispielsweise durch offene Informationsweitergabe, Anreizsysteme, Wissenskriterien in Mitarbeiterbeurteilungen oder Betriebsvereinbarungen zur Zusammenarbeit.
Dieser Punkt ist gar nicht soweit vom letzteren entfernt. Nach der Strategie nun die Kultur und die beeinflusst SharePoint immens. Informationen zu teilen ist nämlich keine reine Frage des Tools sondern vielmehr auch eine des Wollens. Heißt also: Wer bislang nicht mit seinen Kollegen zusammengearbeitet hat und sich statt dessen als "Experte" bitten lässt, der wird auch im SharePoint nicht preisgeben, was er weiß. Da kann die Oberfläche noch so schön und funktional sein. Da wir die User nicht wirklich zwingen können ein Dokument hochzuladen, einen Blogbeitrag zu schreiben oder eine Anfrage im Forum zu beantworten müssen wir dafür sorgen, dass sie es wollen. Hier ist häufig auch vom "Reifegrad des Unternehmens" die Rede (z.B. bei IMPACT), was nichts anderes heißt, als dass wir vorab untersuchen müssen , ob das Unternehmen überhaupt bereit für SharePoint ist. Der kulturelle Boden muss gewissermaßen bereitet sein, damit SharePoint Früchte tragen kann.
12. Setzen Sie Wissensmanagement konsequent um. Leben und entwickeln Sie die Werte einer offenen und Vertrauensvollen Arbeit.
Auch hier haben wir wieder einen Volltreffer. Konsequente Umsetzung! Möglichst alle sollten mitmachen und sich an die Regeln halten. Weiterentwickeln sollten sich aber nicht nur die Werte, sondern auch die Mitarbeiter und die technische Plattform. Die meisten Lösungen brauchen Moderatoren oder "Kümmerer", die dafür sorgen, dass die kulturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen eingehalten werden, damit die neue Arbeitsweise für alle selbstverständlich werden kann.
Sicherlich sind das alles keine bahnbrechend neuen Erkenntnisse. Mir hat der Bezug zum Wissensmanagement aber schon in vielen Diskussionen geholfen. Wir haben da mit SharePoint vielleicht etwas technisch neues in der Hand, aber der Rahmen ist schon länger beschrieben und definiert. Im nächsten Teil wird es um konkrete Beispiele für Umsetzung von Wissensmanagementmethoden auf Basis von SharePoint gehen.
 2. September 2009 17:05 von ThomasB
Über SharePoint wird aktuell in vielen Zusammenhängen gesprochen. Und oft stellt man fest, dass es keinesfalls trivial ist, bei der Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten die Übersicht zu behalten. Habt Ihr schon mal versucht einem Neuling SharePoint in einem Satz näher zu bringen?
Schwierig scheint es aber nicht nur zu sein, SharePoint in seiner Gesamtheit zu verstehen, sondern auch die auf SharePoint basierenden Lösungen im Unternehmen erfolgreich einzuführen. In einem meiner letzten Blogbeiträge hatte ich schon darauf verwiesen, dass Microsoft und die Uni St. Gallen mit IMPACT sogar eine eigene Einführungsmethode für SharePoint Projekte definieren.
Neben Collaboration, Metadaten, Social Networking und Enterprise Content Management fällt im Zusammenhang mit SharePoint auch oft der Begriff "Wissensmanagement". Und irgendwie scheint es mit Wissensmanagement ähnlich zu sein, wie mit SharePoint: Alle reden darüber, aber eine griffige Definition fällt schwer oder ist nicht geläufig.
Prof. Dr. Klaus North, der Autor von Büchern wie "Produktive Wissensarbeit(er)" oder "Wissensorientierte Unternehmensführung", stellt in seiner Präsentation "Fit für den Wissenswettbewerb?" die Frage, was hilft weiter, wenn man vor folgenden Problemen/Fragen steht:
•Haben wir das schon einmal gemacht?
•Wer teilt mit mir ähnliche Erfahrungen (auch aus anderen Unternehmen)?
•Wie können wir bereits gemachte Fehler vermeiden?
•Was haben wir aus dem Projekt gelernt?
•Wie können wir sicherstellen, dass Frau/Herr X Ihr/sein Wissen vor dem Ausscheiden weitergibt?
•Wie können wir von Kunden, Lieferanten, Konkurrenz lernen?
•Wie können wir Trends schnell erkennen und in neue Produkte und Geschäftsideeen umsetzen?
Seine Antwort lautet -> Wissensmanagement! Mir lag eigentlich SharePoint auf der Zunge
Wenn aber die grundlegenden Fragestellungen zumindest sehr ähnlich sind, dann liegt es nahe, sich die Methoden und Erkenntnisse dieser Disziplin einmal näher anzuschauen. Schließlich gibt es Wissensmanagement schon etwas länger als SharePoint. Ist SharePoint am Ende nur ein Tool, um einige Ideen von Wissensmanagement umzusetzen?
Also habe ich mich auf die Reise begeben und versucht mir zunächst die Grundlagen von Wissensmanagement anzueignen. Gabi Reinmann, Professorin an der Philosophisch-sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg (Medienpädagogik), hat einen Studientext "Wissensmanagement" veröffentlicht. Studientext ist dabei etwas untertrieben. Für mich waren die 116 Seiten schon eine recht Umfangreiche Einführung in das Thema.
Nach der Lektüre drängte sich die Frage auf, ob wir uns bei der Einführung von SharePoint nicht vieles bei den Kollegen vom Wissensmanagement abschauen können. Die philosophieren nämlich schon seit Jahren über Themen, die auch bei SharePoint Projekten immer wieder auftauchen. Man könnte auch mal ganz banal fragen: Mache ich automatisch Wissensmanagement, wenn ich SharePoint nutze?
Im nächsten Teil werde ich Euch berichten, welche Gemeinsamkeiten ich entdeckt habe und was uns theoretisch und praktisch in der SharePoint Welt weiterhelfen kann. Natürlich freue ich mich auch über Feedback: Hat vielleicht jemand das Thema schon beleuchtet oder praktische Erfahrungen gesammelt, die in diesen Kontext passen? Dann hinterlasst doch bitte einen Kommentar oder schickt eine Mail an thomas(at)sharepointsisters.de. Oder kommt zu einem der nächsten Treffen der SharePoint UserGroup Hamburg, dann können wir uns auch persönlich austauschen.
 18. Juli 2009 15:33 von fbi
Wo ich gerade beim SPS2003 Upgrade bin und für alle, die verzweifelt nach der praktischen SharePoint Uitlity Suite suchen (die es nicht mehr gibt):
der Download Link.
Happy Upgrading.
 18. Juli 2009 14:51 von fbi
Das 3. Treffen der Hamburger MOSS Usergroup fand diesmal mit einem nicht-technischen Thema statt.
Burkhard Zimmermann von Philips schilderte die Einführung von SharePoint und Office 2007 bei Philips aus der Sicht des Projektmarketings.
Für das Erreichen der Nutzerakzeptanz wurde sogar ein professioneller Werbefilm für das interne SharePoint Portal produziert. Respekt! Ich habe selten Unternehmen erlebt, die so konsequent an der erfolgreichen Einführung eines Portals arbeiten.
Das Projekt zur Einführung wurde nach PRINCE II durchgeführt und auch nach dem Rollout werden die Benutzer regelmäßig mit Tipps und Tricks unterstützt und motiviert. Diese kurzen Hilfestellungen werden im Portal veröffentlicht und per Email versendet.
Ich habe schon einige SharePoint Projekte an der Nutzerakzeptanz aufgrund fehlendem oder zumindest unzureichendem Projektmarketing scheitern sehen. Das hierfür ebenfalls ausreichend Budget eingeplant werden sollte, und sich dies auch lohnt, zeigt das Philips-Beispiel deutlich. Neben dem technischen und fachlichen SharePoint Projekt, gibt es eben auch noch ein organisatorisches SharePoint Projekt. Nur leider wird dies oft aus Zeit- und Kostengründen eingespart.
Der Foliensatz von Herrn Zimmermann anbei.
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